HORIZONTE SAKRAL

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W. A. Mozart: Die Schuldigkeit des ersten Gebots

W. A. Mozart: Die Schuldigkeit des ersten Gebots

Ensemble der Tiroler Barocktage Götzens

31. Mai 2026, 17:00 Uhr – Pfarrkirche Zams

Unmittelbar nach seiner zweiten Parisreise komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1767 sein erstes Oratorium Die Schuldigkeit des ersten Gebots. Er war zu diesem Zeitpunkt elf Jahre alt. Es ist belegt, dass ihn sein Vater Leopold bei der strukturellen Ausführung unterstützte – dennoch stammt die kompositorische Leistung von Wolfgang selbst. Das Werk entstand auf Auftrag der Salzburger Erzdiözese und war für die Aufführung in der Fastenzeit konzipiert. Es gehört zur Gattung des geistlichen Singspiels und verbindet musikalische Gestaltung mit moralisch-religiöser Unterweisung. Ursprünglich war das Werk dreiteilig: Mozart schrieb den ersten Teil, die weiteren Teile stammen von Zeitgenossen wie Michael Haydn und Anton Cajetan Adlgasser. Die Uraufführung fand im Rittersaal der Salzburger Residenz statt. Mit diesem Werk zeigt Mozart bereits in jungen Jahren sein außergewöhnliches Talent für dramatische und orchestrale Gestaltung sowie seine Fähigkeit, komplexe vokale Linien zu komponieren.

Die Schuldigkeit des ersten und fürnehmsten Gebotes, wie das Werk im vollen Titel heißt, erzählt in allegorischen Szenen von der moralischen Pflicht, Gott zu lieben, und setzt die Figuren „Christgeist“, „Barmherzigkeit“ und „Gerechtigkeit“ in Szene. Mozarts Musik verwebt Rezitative, Arien und orchestrale Passagen zu einem lebendigen Ganzen, das sowohl Virtuosität als auch Ausdruckskraft zeigt. Schon in diesem frühen Werk ist die musikalische Gestaltung raffiniert: Figuren erhalten individuelle Charaktere, während das Orchester die Handlung kommentiert und emotionale Spannungen unterstreicht. Für die heutige Rezeption bietet das Oratorium nicht nur Einblick in Mozarts frühes Genie, sondern auch in die kulturellen und religiösen Vorstellungen des späten Rokokos, in dem Erziehung, Glaube und moralische Verantwortung eng miteinander verbunden waren.

Musikalische Leitung:
Wolfgang Kostner
Tiroler Barockinstrumentalisten

Eine Kooperation mit den Tiroler Barocktagen Götzens und Musica Sacra Linz

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